Geheimtipp Wald: Wie sich Waldluft auf die Gesundheit von Menschen auswirkt

Datum: 17.04.2018
Kategorie: Waldwissen

Besonders überraschend ist die Feststellung nicht, dass Waldluft im Gegensatz zu Stadtluft gesünder ist. Doch nun bezeugen mehrere internationale Studien die besondere Heilkraft der Waldluft. Im folgenden Artikel gibt es interessante Fakten zum Wald als Wellnessort für Jedermann.

#1: Geheimtipp Wald: Natur fördert die Gesundheit

Bereits in den frühen 80er Jahren erschienen erste Studien zur Wirkung von Natur auf die menschliche Gesundheit. Je grüner eine Wohngegend ist, desto niedriger sei das Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Probleme. Manche Forscher behaupten sogar, dass selbst der Anblick eines Baumes glücklich machen soll. Fest steht jedenfalls, dass Waldluft 90 Prozent weniger Staubteilchen enthält als Stadtluft und daher regelmäßige Ausflüge in den Wald zum Erhalt der Gesundheit beitragen. In Japan ist das sogenannte „Waldbaden“ („Shinrin Yoku“) ein richtiger Trend geworden und wird wissenschaftlich in den Forschungsdisziplinen Medizin, Psychologie und Umweltwissenschaften untersucht. Das europäische Gegenstück dazu ist der wissenschaftliche Diskurs zu den „Therapeutischen Landschaften“.

#2: Geheimtipp Wald: Waldspaziergang vs. Ausdauersport

Wer mal wieder Abschalten und Auftanken möchte, kann dem Besuch im Fitnessstudio auch einen Waldspaziergang vorziehen – das macht den Kopf frei und der Puls reguliert sich. Auch der Energieverbrauch beim Spazierengehen sollte nicht unterschätzt werden. Bei einer Stunde in gemütlichem Wandertempo verbraucht ein 80 Kilogramm schwerer Mensch rund 240 Kalorien. Klingt erst mal nicht viel, aber ein täglicher Spaziergang (circa 3.000 Schritte genügen) beugt bereits Arterienverkalkungen vor. Neben der Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz soll ein Waldspaziergang sogar die Adrenalin-Ausschüttung spürbar senken, sodass die darauffolgenden Tage als stressfreier empfunden werden.

#3: Geheimtipp Wald: Heilkraft bewusst nutzen

Ein Waldspaziergang kann wie ein kostenloses rundum Wellnessprogramm wirken, wenn man sich darauf einlässt. Vogelgezwitscher und der Geruch von Tannennadeln aktivieren den Parasympathikus – ein Bereich des Nervensystems, der für Erholung und Regeneration verantwortlich ist. Denn ein Aufenthalt im Wald hat es in sich: Der Dreiklang aus Sauerstoff, Ruhe und ätherischen Duftstoffen sorgt dafür, dass Körper und Geist Energie auftanken können. In der Stadt zu wohnen, ist keine Ausrede, nicht in den Wald gehen zu können. Selbst die Gesamtfläche von Berlin besteht zu einem Sechstel aus Wald. Außerdem ist Wald meist öffentlich und kann zu jeder Zeit von jedem genutzt werden, der Erholung sucht. Also nichts wie raus! An alle Menschen, die durch ihren Beruf viel Zeit an der frischen Luft im Wald verbringen können: Schätzt es!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.