Tschüss Frost – hallo Frühling

Datum: 13.02.2020
Kategorie: Garten, Waldwissen

Nachdem uns der Winter mit seinen kalten und trüben Tagen fest im Griff hatte, überrascht uns die Natur im Februar mit ersten Lebenszeichen: Frühblüher setzen ihre Farbakzente in die bis dato eintönige Landschaft. Die Vogelwelt erwacht zum Leben. Und was nicht jeden uneingeschränkt freuen dürfte: Die Pollensaison beginnt.

Schneeglöckchen umgeben von Schnee, im Sonnenschein

#1 Tschüss Frost – hallo Frühling: Frühblüher – die Vorboten des Frühlings

Bereits Anfang Februar scheint die Sonne schon wieder fast neuneinhalb Stunden täglich. Das ist gewissermaßen der Startschuss für Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokus, Winterling und Huflattich, die ihre Blütenköpfe den wärmenden Strahlen entgegenstrecken. Gerade die gelbe Blüte des Winterlings ist ein wichtiger Pollenlieferant für die ersten aktiven Insekten: Steigt an sonnigen Tagen die Temperatur auf etwa 12 Grad Celsius, lassen sich schon Anflüge von Bienen beobachten. Die weißen Samenstände des an Wegrändern, Böschungen und Dämmen allgegenwärtigen Huflattich sind ebenfalls eine willkommene Nahrungsquelle für Vögel, Bienen und Käfer. Zudem gilt der Huflattich als Heilpflanze, dessen getrocknete Blätter ein echter Geheimtipp gegen Husten sind – allerdings nicht in größeren Mengen und nicht zu häufig.

#2 Tschüss Frost – hallo Frühling: Frühheimkehrer und Familienplanung in der Vogelwelt

Die ersten Zugvögel sind wieder da und sorgen dafür, dass der Vogelgesang in der Natur kräftiger wird. Als erstes kommen die sogenannten Kurzstreckenzieher aus den wärmeren Regionen Süd- und Westeuropas zurück: Singdrossel, Feldlerche, Kiebitz, Star, Misteldrossel sowie der Kranich. Bei einigen Vogelarten setzt im Februar auch schon die Nachwuchsplanung ein: Schleiereule und Waldkauz begeben sich auf die Balz. Letzterer ist übrigens eine der häufigsten Eulenarten und ihr begegnet man nicht nur im Forst, sondern auch in Parks oder auf Friedhöfen. Falls ihr schon mal einen alten Edgar-Wallace-Krimi gesehen habt, kennt ihr auch den Balzruf des Waldkauzes. Er wird immer dann eingeblendet, wenn es besonders schaurig und unheimlich zugeht.

#3 Tschüss Frost – hallo Frühling: Der Blütenstaub wird flügge

Natürlich sind die Hauptblütezeiten von Pflanzen das Frühjahr und der Sommer. Hasel und Erle starten allerdings schon deutlich früher. Bereits ab Temperaturen von fünf Grad lassen sich ihre Pollen in der Luft messen. Im Jahr 2019 verzeichnete der Pollenflugkalender für Hasel eine starke Pollenbelastung in den ersten beiden Februarwochen und sogar eine sehr starke Belastung in der zweiten Februarhälfte. Experten zufolge wird die Pollensaison in Zukunft immer früher beginnen und auch länger anhalten. Der Grund dafür ist die Klimaerwärmung. Denn je wärmer es ist, desto eher und häufiger blühen die Pflanzen.

 

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