Sinnvolle Weihnachtsbaum-Trends für Umwelt und Förster

Datum: 12.12.2019
Kategorie: Forstarbeit, Garten

Während Weihnachtsbäume früher noch ein Nebenprodukt der heimischen Forstwirtschaft waren, werden heute ca. 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft. Der Bedarf kann also längst nicht mehr durch die alte Methode gedeckt werden.

#1 Sinnvolle Weihnachtsbaum-Trends für Umwelt und Förster: Eine negative Ökobilanz

Er hat eine lange Tradition in deutschen Wohnzimmern und eine ebenso große Bedeutung für die Forstwirtschaft: Der Weihnachtsbaum. Denn das Schlagen der Weihnachtsbäume diente einst der Waldverjüngung und Stabilisierung. Doch neben dem gewachsenen Bedarf sind auch die Ansprüche an die Optik des Baumes gestiegen: gerade gewachsene und gleichmäßig benadelt sollen die Bäume sein.

Für das heimische Wohnzimmer interessant. Für den perfekten Baum braucht es viel Dünger und eigens angelegte Kulturen. Zudem kommt etwa jeder zehnte Christbaum aus Dänemark und anderen Nachbarländern. Vor allem die beliebte Nordmanntanne wird oft importiert. ie Ökobilanz dieser Weihnachtsbäume ist katastrophal. Allerdings ging mit der Klimabewegung und der wachsenden Zunahme des Umweltbewusstseins auch ein Umdenken in Bezug auf die Weihnachtsbäume einher.

#2 Sinnvolle Weihnachtsbaum-Trends für Umwelt und Förster: Bio-Weihnachtsbäume als echte Alternative

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Herkunft des Baumes und achten auf geringe Transportwege durch regionale Produkte. Bisher stammen nur ungefähr 5 % der Weihnachtsbäume, die jährlich in Deutschland verkauft werden, aus einem Bio-zertifizierten Anbau. Die Bäume sind strengen Richtlinien unterworfen und stammen nicht aus Plantagen, sondern aus Wäldern. Kunstdünger und Pestizide kommen dabei nicht infrage.

Zwar entsprechen die Bio-Bäume nicht dem herkömmlichen Wunsch nach einem perfekten Weihnachtsbaum, jedoch lässt sich dies gut verdecken. Auch Christbäume zum Leihen werden beliebter. Sie werden im Topf geliefert und wieder abgeholt. Nachteil ist hier, dass sie erst einen Tag vor Weihnachten ins Haus geholt werden und auch nicht länger als zwei Tage in der Wohnung verbringen sollten.

#3 Sinnvolle Weihnachtbaum-Trends für Umwelt und Förster: Neue Möglichkeiten für den Forst

Ein Angebot, das von immer mehr Personen wahrgenommen und als familiäres Event zelebriert wird, ist das eigenhändige Schlagen des Baumes. Dies bieten nur wenige Förster an, da der Platz oftmals nicht ausreichend ist, um überhaupt Weihnachtsbäume zur Verfügung stellen zu können. Sollten allerdings bei der Waldinventur Bäume auffallen, die zu Gunsten des Waldes gefällt werden müssen, bietet sich dies im Rahmen der Weihnachtsbaumverkäufe natürlich an. Heimische Tannen, Kiefern oder Fichten sind echte Alternativen zu Nordmanntannen und sollten der Gesellschaft wieder nähergebracht werden. Denn verzichten möchten wohl die wenigstens auf ihren Weihnachtsbaum. Mit anderen Worten also: Back to the roots!

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