Schutz vor unerwünschter Begleitvegetation im Forst: Tipps und Maßnahmen gegen unerwünschtes Wachstum

Datum: 12.06.2018
Kategorie: Forstarbeit

Juni und Juli sind die idealen Monate für die Pflege von Jungkulturen und den Kampf gegen unerwünschte Begleitvegetation im Forst. Brombeere & Co. können dem Wald schaden und das Wachstum der Hauptvegetation behindern.

#1 Schutz vor unerwünschter Begleitvegetation im Forst: Gräser und Sträucher können das Wachstum des Waldes stören

Die häufigsten Störenfriede im Forst sind Gräser und Sträucher wie Himbeere und Brombeere, aber auch Farne, Pestwurz oder Holunder. Bei zu viel Wachstum nehmen sie den Bäumen Licht und Nährstoffe und behindern so die Gesundheit des Waldes. Im Winter drückt Schnee die unerwünschten Pflanzen auf die jungen Bäume, die dann umknicken oder ersticken. Trotzdem können konkurrenzschwache Begleitvegetationen der Hauptvegetation helfen und sie vor Frost oder Wind schützen, dornige Sträucher hindern zum Beispiel das Wild am Knabbern. In den meisten Fällen stören Brombeere & Co. aber das Wachstum der Forstpflanzen, vor allem bei Jungkulturen und der Aufforstung von Kahlflächen.

#2 Schutz vor unerwünschter Begleitvegetation im Forst: Maßnahmen gegen Brombeere & Co.

Chemische Pflanzenschutzmittel sind oft sehr effektiv, aber nicht immer muss gleich die chemische Keule geschwungen werden. Die meisten Gräser zum Beispiel werden von allein weniger, wenn die frisch gepflanzten Bäume größer werden, Schatten auf den Waldboden werfen und den Gräsern so das Licht rauben. Andernfalls ist hier mit Ausmähen oder Aussicheln schnell für Ordnung gesorgt.

Schwieriger wird es bei festeren Sträuchern. Je nach Ausmaß kann man aber auch hier mit Freischneider oder Motorsäge das Dickicht beseitigen.

Wenn Freiflächen aufgeforstet werden, empfiehlt es sich weiterhin, bewusst schnellwüchsige Weichlaubhölzer zwischen die Hauptbaumarten zu pflanzen. So wird das Ausmähen zumindest seltener notwendig.

Gerade bei Jungbäumen ist allerdings mit Freischneider, Sicheln und Sägen Vorsicht geboten – sonst mäht man schnell mal eines der neu gepflanzten Bäumchen um. Abhilfe schafft man mit Mulchplatten, Baumschutzplatten aus Vlies oder speziellen Fasern oder Pappkartons: Kreisrunde Abdeckungen um den Stamm hindern nicht nur Gräser und Ähnliches am Wachsen, sondern machen die Jungbäumchen auch deutlich sichtbar. Auf Nummer sicher gehen könnt ihr mit unserem Kanten- und Rindenschutz.
Wenn die unerwünschte Begleitvegetation schon zu lange wuchert, hilft zu guter Letzt manchmal nur noch das Forstmulchen. Dabei werden die Pflanzen gefräst, zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Hierfür muss allerdings die geeignete Maschinerie gemietet oder ein Unternehmen beauftragt werden und das macht das Verfahren teuer und aufwändig.

#3 Schutz vor unerwünschter Begleitvegetation im Forst: Tipps und der optimale Zeitpunkt für den Kampf gegen störende Vegetation

Allgemein gilt: Ausmähen, Aussicheln, Ausfräsen usw. nur um die Pflanzen oder Jungbäume herum. Die gesamte Fläche würde keinen Sinn machen und zu viel Zeit, Kraft und auch zu viele Ressourcen verbrauchen.
Die Sommermonate lassen sich optimal nutzen für die Pflege der Jungkulturen. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli bis in den August sind die Sträucher noch nicht verholzt und lassen sich leichter beseitigen. Außerdem haben sie nun vor dem Herbst nicht mehr ausreichend Zeit, nachzuwachsen. So muss die Bekämpfung der Begleitvegetation nur ein Mal im Jahr stattfinden. Später im Jahr empfiehlt sich die Zeit, bevor sich der erste Schnee drückend auf die Pflanzen legt.

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