Forstwerkzeug Wartung und Pflegetipps: Werkzeug instand setzen und Verschleißerscheinungen vorbeugen

Datum: 24.07.2018
Kategorie: Forstarbeit

Richtiges Werkzeug ist das A und O für jeden Forstarbeiter. Darum ist es umso wichtiger, das Forstwerkzeug regelmäßig zu warten und zu pflegen. Wir haben Tipps für euch, wir ihr euer Werkzeug in Schuss halten und Verschleißerscheinungen vorbeugen könnt.

#1 Forstwerkzeug Wartung und Pflegetipps: Richtige Lagerung für verschiedene Materialien

Nach getaner Arbeit das Werkzeug einfach in die Ecke pfeffern? Das würden wohl die wenigsten von euch machen. Trotzdem gibt es ein paar zusätzliche Dinge, die bei einer Lagerung zu beachten sind. Die Schneiden von Sägen oder Äxten können – vor allem bei längerem Einlagern – mit Öl oder Fett vor Rost geschützt werden. Auch ein spezieller Schneidschutz, zum Beispiel aus Leder, hilft, die Lebensdauer des Werkzeugs zu verlängern. Bei der Lagerung von Werkzeug aus Holz oder mit Teilen aus Holz solltet ihr auf die Feuchtigkeit des Lagerortes achten: In einer zu feuchten Umgebung können die Fasern aufquellen und beschädigt werden. Bei zu wenig Feuchtigkeit trocknet das Holz aus, wodurch sich zum Beispiel der Stiel einer Axt lockern und zu einem Sicherheitsrisiko werden kann.

#2 Forstwerkzeug Wartung und Pflegetipps: Klingen und Schneiden schleifen und vor Abstumpfen schützen

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo gesägt, geschnitten und gehackt wird, da werden Klingen und Schneiden nun mal stumpf. Deshalb ist es wichtig, stumpfe Schneiden mit einem geeigneten Schleifer wieder zu schärfen. Für die meisten Schneiden eignen sich mittelkörnige Wasserschleifsteine oder spezielle Trockenschleifer, gewölbte Klingen können mit der Spitze eines schmalen Schleifsteins nachgeschärft werden. Achtet darauf, welche Klingen ihr habt – ballige wie bei Spaltäxten oder konkave wie bei Forstäxten. Je mehr Kraft beispielsweise beim Spalten aufgewendet wird, desto stärker muss die Klinge sein. Also nicht zu viel abtragen! Für den letzten Schliff sorgt ein feiner Abziehstein. Zusatztipp: Achtet bei der Arbeit mit dem Winkelschleifer darauf, immer gute Schleifscheiben zu verwenden. Das Material darf nicht heiß werden, was sich durch blaue oder gelbe Verfärbungen zeigt. Wenn sich allerdings schon tiefe Kerben in einer Klinge gebildet haben, solltet ihr über einen Austausch nachdenken. Auch die Kette einer Motorsäge sollte immer gut geschärft sein, ansonsten erhöht sich der Verschleiß an Kette und Schiene enorm. Wie genau ihr die Ketten am besten schärft, könnt ihr hier in unseren Tipps vom Profi nachlesen.

#3 Forstwerkzeug Wartung und Pflegetipps: Verschleißteile austauschen und Kettensäge warten

Eine Kettensäge sollte regelmäßig gewartet werden, um dauerhaften Schäden vorzubeugen. Irreparable Schäden wie eine verbogene Schiene oder ein kaputter Umlenkstern erhöhen das Unfallrisiko und das entsprechende Teil muss sofort ausgetauscht werden! Um das zu verhindern, solltet ihr eure Motorsäge – wie jede andere Maschine auch – nach längerem Gebrauch warten, also Kette und Schiene entfernen, alle Teile gründlich reinigen, auf Beschädigungen überprüfen und entsprechende Teile mit einem geeigneten Öl fetten. Übrigens sollten auch Gelenke an Werkzeugen regelmäßig geschmiert werden. Wichtig ist, beim Öl auf Bio-Qualität zu achten. Denn schlechte Öle führen zu einem höheren Verschleiß und solche, die harzen, ruinieren oft die ganze Säge. Ein paar Zusatztipps zur Wartung und Pflege einer Kettensäge findet ihr außerdem hier.

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